Dieses Spiel ähnelt extrem State of Survival, das ist aber ganz typisch und normal für solche Games und sollte kein Problem darstellen. Wer Ähnlichkeiten im Spielstil zwischen The Grand Mafia, State of Survival und Doomsday Last Survivors sieht, liegt genau richtig.
Dennoch gibt es einige Unterschiede in Doomsday. Die Kampfmethodik, die Grafik und die sehr freizügig dargestellten weiblichen Charaktere sind ein deutlicher Unterschied. Vermutlich zielt das eher darauf ab, dass man männliche Spieler anspricht. Trotzdem spielen erfahrungsgemäß viele Frauen solche Games, und das scheint niemanden zu stören. Es ist nur ein Spiel, etwas comichaft dargestellt, und damit vollkommen in Ordnung.
Aufbau und Ressourcen
Der Aufbau ist sehr ähnlich zu State of Survival, besonders mit den Tomatenfarmen und dem Holz, das man für den Ausbau der Basis braucht. Der Bauplatz wird später riesig und erinnert stark an das bekannte Prinzip der großen Basen. Allerdings gibt es hier kein Stahl, sondern Edelsteine, die man erspielt oder bei Bedarf über Gold kaufen kann. Gold selbst kann man wiederum für echtes Geld erwerben, falls man ungeduldig ist.

Das Spiel läuft sehr flüssig, hat eine starke Grafik und zeigt sogar an, wie gut der Empfang ist. Vermutlich, weil es ursprünglich fürs Handy konzipiert wurde. Zu Hause über WLAN läuft es ohnehin problemlos.
Man startet mit einer Aufgabe, die typisch für solche Games ist, eine junge Frau muss innerhalb von vierundzwanzig Stunden von einer Infektion geheilt werden. Das gehört zum Tutorial und führt Schritt für Schritt in die Spielmechanik ein. Dabei bekämpft man Gegner um die eigene Basis und sammelt Antivirus-Ampullen, mit denen man heilt und gleichzeitig die eigene Basis erweitert. Das wirkt insgesamt etwas knackiger als State of Survival.
Natürlich gibt es auch hier das Postfach, in dem man Belohnungen abholen kann. Mit einem Klick ist alles eingesammelt, ohne sich durch viele Menüs zu tippen. Das spart Zeit und ist angenehm gelöst.
Spielgefühl und Unterschiede
Regionen und Welten können gewechselt werden, je nachdem, wo Freunde im Spiel oder im echten Leben spielen. Es gibt Allianzen, Clan-Chats, Welt-Chats und alles, was man aus den anderen Spielen kennt. Der Ablauf ist flüssig und macht Spaß, auch weil das Spiel aktuell etwas weniger überfüllt wirkt als State of Survival.

Eine typische Kampfszene in Doomsday wie hier auf dem Bild, die sich deutlich von State of Survival unterscheidet. Hier kann man sich aktiv bewegen, nach links und rechts ausweichen oder um Gegner herumlaufen, was den Kampf dynamischer macht. Anders als in State of Survival läuft hier nichts automatisch, man greift selbst ins Geschehen ein und trifft eigene Entscheidungen.
Doomsday gehört zu den sogenannten Tipp-Spielen. Man tippt viel, aber genau das gehört zum Reiz. Trotz vieler Parallelen zu State of Survival gibt es eigene Akzente. Zum Beispiel das Sperrlager, das es so in State of Survival nicht gibt, und die Polizeiwache, die ebenfalls neu ist. Auch optisch wirkt alles klarer und direkter.
Gebäude und Helden
In Doomsday findet man zahlreiche Gebäude: das Allianz-Zentrum, Holzlager, Stahlwerk, Farm, Laden, Forschungslabor, Schwarzes Brett, Ölfabrik, Handelsposten, Lagerhaus und eben die erwähnte Polizeiwache. Das Schwarze Brett scheint für Ankündigungen da zu sein, Stahlwerke deuten an, dass später vielleicht Stahl als Ressource hinzukommt.

In diesem Abschnitt ist auf dem Bild die eigene Basis zu sehen, die sich Stück für Stück vergrößert, sobald man Aufgaben erfüllt. Unten erkennt man ein neu freigeschaltetes Quadrat, das zeigt, wie das Gelände wächst und neue Flächen hinzukommen. Rundherum liegen Antivirus Ampullen, die man einsammelt, um das Gebiet zu bereinigen und die junge Frau vom Virus zu heilen. So entsteht nach und nach mehr Platz für die Basis, ähnlich wie in State of Survival, nur etwas lebendiger umgesetzt.
Dekorativ bietet Doomsday einiges: Straßenlampen, Ahornbäume, Kopfsteinpflaster, Lautsprecher, Mörser, Spielautomat, Feuerhinterland, Blutiger Käfig, Torii, Lagerfeuer, Rosenbeete, Schädeldeko und viele Baumarten wie Kiefer, Ulme und Cedar.
Auch militärisch ist das Spiel stark aufgebaut: Infanteriekaserne, Krankenhaus, Fernkampfkaserne, Kampfzentrum, Reiterkaserne, Motorkaserne, Versandzentrum, Ausrüstungswerkstatt, Raffinerie, Biestbasis, Anpassung, HUB und Speerlager. Alle Gebäude lassen sich upgraden, und dabei ist viel Glanz und Leuchteffekt im Spiel, was typisch für solche Mobile Games ist.
Natürlich gibt es Helden. Namen wie Laim McFadden oder Held mit Löwenherz tauchen auf. Jeder Held hat eigene Werte wie Kampfkraft, Verteidigung, Lebenspunkte, Truppenstärke, Garnison oder Anführerbonus. Es gibt verschiedene Seltenheitsstufen, farblich unterteilt in Blau, Lila und Gold. Blau ist normal, Lila ist Epic, Gold ist Rare beziehungsweise Unique.

Die Heldenübersicht im Spiel Doomsday, wo die Helden und ihre Fähigkeiten ausgebaut werden können. Welche Charaktere man bald rekrutieren oder freischalten kann, und bekommt einen guten Überblick über alles rund um Helden und Aufbau, um in dieser Welt besser bestehen zu können.
Das Tutorial ist einfach zu verstehen und zieht die Spielerinnen und Spieler gut hinein. Mit der Zeit entdeckt man immer mehr Unterschiede zu State of Survival, besonders bei den Helden und der Gestaltung der Welt.
Zweite Bauschleife in Doomsday & Co.
Bei Doomsday Last Survivors gibt es inzwischen ebenfalls die Möglichkeit, eine zweite Bauschleife freizuschalten. Wer schon ähnliche Spiele wie The Grand Mafia oder State of Survival kennt, weiß genau, wie entscheidend so etwas im späteren Spielverlauf sein kann. In diesen Aufbauspielen ist es fast schon selbstverständlich, dass man zwei Gebäude gleichzeitig errichten oder verbessern möchte. Ohne zweite Bauschleife dauert vieles einfach zu lange, und man hängt schnell hinterher.
In State of Survival konnte man die zweite Bauschleife damals mit einer einmaligen Zahlung freischalten, meist für ein paar Euro, und das war dauerhaft gültig. Kein Abo, keine wiederkehrenden Kosten. Das gleiche Prinzip findet man jetzt auch bei Doomsday Last Survivors. Für rund 1,99 bekommt man nicht nur ein paar kleine Extras, sondern eben auch diese zweite Bauschleife, die dann dauerhaft bleibt.
Gerade bei Spielen, die man regelmäßig öffnet, lohnt sich das deutlich. Es ist kein Zwang, sondern eher eine bequeme Verbesserung, die man einmal bezahlt und dann langfristig davon profitiert. Wer also ohnehin gerne aufbaut, ausbessert oder strategisch plant, wird die zweite Bauschleife schnell zu schätzen wissen.
Natürlich möchten Entwickler, dass man im Spiel etwas investiert, das ist völlig normal. Doch im Vergleich zu übertriebenen Abo-Modellen oder teuren Premium-Pässen ist das hier eine faire und sinnvolle Lösung. Eine einmalige Zahlung, ein echter Mehrwert und kein Nachteil für andere Spieler. So bleibt das Spiel ausgewogen und gleichzeitig etwas komfortabler für alle, die regelmäßig Zeit darin verbringen.
Fazit
Doomsday ist ein typisches, aber hochwertig gemachtes Aufbauspiel mit Survival-Elementen. Es hat starke Grafik, flüssigen Ablauf und genug Tiefe, um auch langfristig zu unterhalten. Wer State of Survival oder The Grand Mafia mochte, fühlt sich sofort zu Hause, bekommt aber genug Neues, um sich nicht zu langweilen.

